Rezension: `Als Luca verschwand` von Petra Hammesfahr

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Wo ist Luca??


















Kommissar Klinkhammer hat es diesmal mit einem heiklen Fall zu tun. Eigentlich dürfte er gar nicht ermitteln, da er die betroffene Familie persönlich kennt.
Gerade deswegen ist es ihm wichtig, bei der Aufklärung mitzuhelfen. Was ist passiert? Mel, Mutter zweier Kleinkinder, lässt das Baby Luca vor der Drogerie im Kinderwagen stehen und geht einkaufen. Als sie nach einiger Zeit zurückkommt, ist der Wagen leer und der Junge  weg.
Auch die schnell herbeigerufene Polizei kann nichts ausrichten, Luca bleibt verschwunden.

Es gibt einige Theorien. Hat die ältere, verwirrte Frau, die in den Kinderwagen gelangt hat, etwas damit zu tun oder vielleicht der Buhmann, der den anderen Sohn draußen so erschreckt hat?
Mels Mann Martin glaubt allerdings, dass seine Mutter Gaby den Jungen entführt hat, doch die weilt ganz woanders. Und dann verlangt auch noch ein Anrufer Lösegeld. Später kommt eine andere Idee dazu: Hatte Mel den Jungen eventuell gar nicht dabei? War der Wagen vielleicht leer und das Ganze eine Täuschung?


In schnell wechselnden, verschiedenen Handlungssträngen und Rückblenden erfahren wir einiges über Martins Familie und deren Umfeld. Außerdem lernen wir Anni Erzig, die alte verwirrte Frau, näher kennen. Die Charaktere sind allesamt seltsam, verhalten sich merkwürdig und stehen in sonderbaren Beziehungen zueinander.
Der Leser hat den Ermittlern zwar etwas voraus, weiß immer ein wenig mehr, doch trotzdem bleibt es bis zum Schluss ein Rätsel, was hier passiert ist.
Wurde Luca von einem Fremden entführt oder von der alten Frau? Hat Mel Schuld auf sich geladen? Hat die Oma Gaby damit zu tun? Lebt der Junge überhaupt  noch? Wieso benehmen sich alle so eigentümlich?


 Ich mag die Bücher der Autorin, sie sind aber manchmal etwas gewöhnungsbedürftig. Petra Hammesfahr schafft es, mit einfachem Erzählstil trotzdem große Spannung zu erzeugen. Die Story verläuft eigentlich ohne besondere Action, enthält jedoch jede Menge überraschender Wendungen, mit denen man nicht rechnet. Insgesamt hat mich das Buch wieder so gefesselt, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte.
Ein typischer Hammesfahr, den ich sehr gerne empfehle!



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